Wie der Wandel treibt: Führen im neuen „Normalzustand“

Vor einigen Monaten war das Arbeiten unter Corona-Bedingungen noch weitgehend ein Provisorium. Doch zunehmend entwickelt es sich zum Normalzustand. Inwieweit resultieren hieraus neue Anforderungen an Führung? Hierzu haben wir sechs Thesen aufgestellt.

Unbestritten – Corona trifft die ganze Welt unvorbereitet. Im privaten, wie im öffentlichen und beruflichen Bereich wird kaum etwas zum alten Zustand zurück kehren. Dies bringt Chancen und Herausforderungen für Unternehmen und ihre Führungskräfte. Unsere 6 Thesen zeigen, warum die aktuelle Situation in der Arbeitswelt weitgehend der neue „Normalzustand“ ist.

6 Thesen zur Führung im neuen „Normalzustand“

These 1:

Die Corona-Pandemie machte viele bereits bestehende Probleme bzw. schwellende Konflikte offensichtlich.

Das heißt, sie war nicht ihre Ursache. Sie wirkte nur wie ein Brennglas, das Defizite und Versäumnisse stärker sichtbar machte.

 

These 2:

Die meisten Herausforderungen, vor denen Führungskräfte aktuell stehen, bestanden schon vor der Pandemie. Die Führungskräfte stellten sich ihnen jedoch oft nicht.

Aus den unterschiedlichsten Gründen. Sei es, weil sie an ihrer Belastungsgrenze arbeiteten. Oder weil ihnen die nötige Unterstützung von oben fehlte. Oder weil dies erfordert hätte, liebgewonnene Routinen über Bord zu werfen und mit den Mitarbeitern in einen Konflikt zu gehen.

 

These 3:

So manche Veränderung wäre schon vor der Krise sinnvoll gewesen.

So zum Beispiel das Weiterentwickeln des eigenen Führungsstils aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen in der VUCA-Welt. Oder das Digitalisieren eines Teils der Serviceleistungen. Oder ein Überdenken der Form der Zusammenarbeit.

 

These 4:

Die Unternehmen, die sich schon vor Corona den zukunftsrelevanten Themen stellten, stehen aktuell besser da.

Sie können schneller auf die neuen Rahmenbedingungen reagieren – auch weil ihre Mannschaft „top-down“ den Mindset „Leben heißt sich verändern“ verinnerlicht und schon Erfahrung damit gesammelt hat, wie man neue, komplexe Herausforderungen angeht und meistert.

 

These 5:

Der beste Zeitpunkt, um nötige Veränderungen zu starten, ist jetzt.

Auch weil man aktuell den Mitarbeitern leicht vermitteln kann: „Es muss sich etwas ändern, weil….“

Unser Lesetipp zum Thema:

Der Corona-Effekt: 4 Zukunftsszenarien für Wirtschaft und Gesellschaft

Wie wird die Pandemie unser Leben und Wirtschaften verändern? Das Zukunftsinstitut beschreibt 4 mögliche Szenarien, wie die Corona-Krise die Welt umformen kann.

Hier können Sie das komplette White Paper mit detaillierten Ausführungen zu den einzelnen Szenarien herunterladen.

Den Change angehen

Der Wandel beginnt als verändertes Muster von Erwartungen, von Wahr-Nehmungen und Weltverbindungen. Dabei ist es manchmal gerade der Bruch mit den Routinen, dem Gewohnten, der unseren Zukunftssinn wieder freisetzt. Die Vorstellung und Gewissheit, dass alles ganz anders sein könnte – auch im Besseren. Ob durch Krisen versursachter Change oder durch den Wandel der Zeit herbeigeführte Veränderungen – die Unternehmen und Mitarbeiter durchlaufen dabei verschiedene Phasen der Veränderung und kommen in der letzten Phase (bei richtiger Führung durch den Change) nach anfänglicher Ablehnung und Frustration gestärkt heraus (s. Abb.).

Phasen der Veränderung nach Streich
Streich entwickelte das 7-Phasen-Modell, das die emotionale Entwicklung der Mitarbeiter abbildet – beginnend mit der Vorahnung und dem Schock bei der Ankündigung von Veränderungen bis zur Übernahme neuer Denk- und Verhaltensmuster in den Arbeitsalltag bei der Realisation.

Der Wandel als Chance für alle

Die Corona Krise und die durch sie beschleunigte Veränderungen sind eine Chance für alle: Nach einer Zeit der Fassungslosigkeit und Angst entsteht eine innere Kraft für den Neuanfang. Unternehmen, die Veränderungen angehen wollen, müssen ihre Ausgangsbasis analysieren…

 

  • Welche blinde Flecken und kulturelle Muster hindern uns, neue Wege zu gehen?
  • Was motiviert, das Neue zu wagen und weiter zu gehen?

…und daraus ihre Strategie entwickeln:

 

  • In welchen Handlungsfeldern gibt es Änderungen?
  • Wie sieht die aktuelle Lage aus?
  • Wo brauchen wir eine Neuordnung?
  • Welche Entscheidungen müssen getroffen werden?

 

Führungskräfte müssen nun also stets strategisch agieren um die Entwicklung voran zu treiben. New Work und Transformationale Führung bilden nun den Rahmen für die künftigen Entwicklungen.

Lesen Sie in unserem ausführlichen Fachartikel, inklusive einem Interview mit Hans-Peter Machwürth, weitere Ausführungen zum Thema Führen im neuen „Normalzustand“.

Führen im neuen „Normalzustand“ und den Change meistern

Führen im neuen „Normalzustand“ und den Change meistern
Vor einigen Monaten war das Arbeiten unter Corona-Bedingungen noch weitgehend ein Provisorium. Doch zunehmend entwickelt es sich zum Normalzustand. Unlängst standen die meisten Herausforderungen und Veränderungen durch die digitale Transformation bereits auf dem Plan. Nur waren viele Unternehmen noch nicht bereit diese anzugehen. Durch Corona ist also vieles, was in weiter Ferne schien, mit einem Ruck ins Jetzt gerückt und entspricht nun dem „Normalzustand“: Arbeiten im Home Office,... [...]

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MTI unterstützt Unternehmen in allen Phasen des Change und stellt Führungskräften professionelle Coaches zur Seite für die individuelle Entwicklung. Gerne analysieren wir Ihre Situation und erarbeiten mit Ihnen alle notwendigen Maßnahmen für ein erfolgreiches Meistern des neuen „Normalzustandes“.

Pressekontakt

Verena Hammond
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