Feedbackkultur – digital oder analog? (Teil 2)

Im ersten Beitrag unserer Reihe zum Thema Feedback ging es um die generelle Frage: Was ist Feedback? – Worauf sollte ich beim Feedback geben achten? Was ist Feedforward? Wo sind die Vorteile und Besonderheiten von analogem Feedback? Im zweiten Teil möchten wir nun einen Blick auf die Vor- und Nachteile digitalen Feedbacks werfen und uns mit den Trends von morgen auseinandersetzen.

Digitale Feedbackkultur?!

Von klassischen Mitarbeiterbefragungen und Stimmungsbarometern geht die Entwicklung hin zum schnellen digitalen Feedback in großen Präsenzworkshops per App und mit Feedbackgebern aus vielen Regionen der Welt. Die Welt der Tweets und Whats App Kommunikation hat längst Einzug in die Unternehmen gehalten und wird für Feedback zu nahezu allen Themen der Arbeit und Wirtschaft genutzt. Es geht also um ständige Kommunikation in der Menschen sich über Sichtweisen, Wünsche, Erwartungen und Möglichkeiten des Vorgehens austauschen. Auch werden zunehmend organisiert und gut strukturiert Meinungsbilder ganzer Gruppen/Teams oder Abteilungen erhoben.

Digitales Feedback – ein Für und Wider

Für digitales Feedback spricht die Möglichkeit der Befragung inklusive Rückmeldung der Ergebnisse in Echtzeit durch eine vollständig digitalisierte Prozesskette. Auf diese Weise können erste Stimmungsbilder und auch differenzierte Darstellungen bereitgestellt werden. Gerade die Zusammenarbeit über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg lässt sich bei digitalem Feedback optimal gestalten.

Dagegen spricht bei einer klassischen Befragung mit Fragen und Antworten, dass die Antwort nicht besser als die Frage ist. Wenn Firmen also schlechte, unverständliche oder unpräzise Fragen stellen, dann wird im Nachhinein oftmals gerätselt, was der Befragte beispielsweise unter „Prozesse“ oder „Kunde“ verstanden hat. Durch die Distanz des Feedback-Gebers zum Feedback-Empfänger bei der Beantwortung des Feedbacks besteht die Gefahr des „Dampf ablassens“, nachdem der Feedback-Empfänger nicht direkt gegenüber sitzt. Hinzu kommt, dass Mitarbeiter und Führungskräfte heutzutage einen sehr hohen Standard gewohnt sind. Private Apps auf professionellem Niveau mit ständig verfügbaren Echtzeitdaten setzen die Messlatte auf ein anspruchsvolles Level. Ebenso machen Datenschutzregelungen die breite Anwendung von Apps zur Abstimmungsherausforderung mit dem Datenschutzbereich im Unternehmen, Betriebsräten und der IT.

Lesetipp

In der Ausgabe 06/2017 des „Human Resource Manager“ haben Dr. Ulrich Stephany, Leiter Change Management bei BMW Financial Services, und Dr. Simon Werther, Gründer und Geschäftsführer, einen Essay zur Feedbackkultur zwischen digitalen Botschaften und persönlicher Interaktion veröffentlicht.

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Wohin geht die Reise?

Der Markt stellt sich sowohl beim Angebot als auch bei der Nachfrage sehr heterogen dar, wobei immer häufiger moderne und agile Feedbackkonzepte nachgefragt werden, beispielsweise mobiles Feedback in Form von Feedback Apps, Instant Feedback*, kontinuierliche Befragungsformate oder predictive Analytics*.

*Predictive Analytics verwendet historische Daten, um zukünftige Ereignisse vorherzusagen. Im Allgemeinen werden historische Daten verwendet, um ein mathematisches Modell zu erstellen, das wichtige Trends erfasst. Dieses prädiktive Modell wird dann auf aktuelle Daten angewendet, um vorherzusagen, was als Nächstes passieren wird, oder um Aktionen vorzuschlagen, mit denen optimale Ergebnisse erreicht werden können.

*Instant Feedback ist ein Tool, mit dem Mitarbeiter eigenständig kurze Feedbacks (sog. Peeks) abgeben oder anfragen können. Zudem signalisieren sich Mitarbeiter gegenseitig Wertschätzung, indem sie Auszeichnungen in Anlehnung an Unternehmenswerte oder zentrale Kompetenzen wie beispielsweise “Zuverlässigster Kollege” oder “Hervorragende Kooperation” vergeben. Auf diese Art und Weise wird eine sehr niedrigschwellige selbstgesteuerte Personalentwicklung möglich und die Unternehmenskultur entwickelt sich damit einhergehend weiter.

Trends im Spannungsfeld der Kulturveränderung

Feedback sollte in jedem Kontext als ein zentraler Baustein zur Kulturveränderung und zur Organisationsentwicklung eingesetzt werden. Doch allein durch die Einführung eines digitalen Feedbacktools hat sich die Unternehmenskultur noch nicht verändert. Nur ein Zusammenspiel digitaler Tools, analoger Formate und anderer Unternehmensprozesse kann zu einer langfristigen Entwicklung der unternehmensinternen Feedbackkultur beitragen. Gleichzeitig müssen digitale Feedbacktools immer in einen größeren Prozess der Kulturentwicklung und in Maßnahmen der Personalentwicklung eingebunden sein, damit ein wirksamer und langfristiger Veränderungsprozess in die Wege geleitet werden kann.

Fazit: Der Trend geht hin zu einer Kombination aus digitalen und analogen Feedbackinstrumenten sowie einer Mischung aus flexiblen Tools, welche die Feedbackkultur anregt und sie am Leben hält.

„Feedback auf Augenhöhe“ – Mitarbeiterfeedback mit Digitaler Moderation

Webinar

Mit Digitaler Moderation und dem passenden Konzept entwickelt sich ein Vorgesetzten-Feedback zur gemeinsamen Bereichsentwicklung. Es macht es möglich Mitarbeiterfeedback effektiv zu sammeln und auszuwerten. In entsprechenden Workshops können Fragebögen auf iPads live erhoben und die Antworten Ihrer Mitarbeiter in Echtzeit ausgewertet werden.

Erfahren Sie mehr zum Thema und lernen Sie erfolgreiche Projekt-Beispiele kennen.

Nächste Termine:

19. April 2018

11. Oktober 2018 

jeweils 10:30 Uhr

Das Webinar ist für sie kostenlos!

Zur Anmeldung

Vorteile von Digitaler Moderation 

  • Förderung der Dialogkultur im Unternehmen
  • Steigerung der Teamverbundenheit/Wir-Gefühl
  • Deeskalation in schwierigen Situationen/Teams
  • Weiterentwicklung der Feedbackkultur und Kooperation durch
    Formung einer offenen und transparenten Kommunikationskultur
  • Motivation aller Teilnehmer zur offenen und ehrlichen Beteiligung

Inhalte des 60minütigen Webinars

  • Was ist Digitale Moderation
  • Einsatzbeispiele zum Thema Mitarbeiterfeedback mit
    Digitaler Moderation
  • Live-Demonstration
  • Der Prozess eines Workshops und ein reales Auswertungsbeispiel
  • Frage/Antwort-Runde mit den Teilnehmern

Für Fragen zum Umgang mit Digitaler Moderation oder unserem Leistungsangebot rund um das Thema Mitarbeiterfeedback und Unternehmenskultur stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Ihr Machwürth Team International

Quellen:

www.computerwoche.de/a/praktische-anwendung-von-predictive-analytics,3093386

www.hr-instruments.com/2016/04/14/feedbackkultur-human-resource-manager/

www.hr-instruments.com/2017/11/24/instant-feedback/

www.humanresourcesmanager.de/news/zwischen-digitalen-botschaften-und-persoenlicher-interaktion.html

www.humanresourcesmanager.de/news/zwischen-pulsbefragung-und-instant-feedback.html

www.personalwirtschaft.de/fuehrung/mitarbeiterbefragungen/artikel/die-feedback-app-als-allheilmittel.html

https://de.mathworks.com/discovery/predictive-analytics.html

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Marketing
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